Es war einmal ...
(frei nach einem Märchen der Gebrüder Grimm)

...vor nicht allzu langer Zeit, da lebten in einem wunderschönen Tal vier ganz besondere Tiere:
Fred, der Esel, die Katze Gwendolyn, Tortellini, der Hahn und der Hund Buster.
Buster ist offiziell ein Jagdhund, doch er läßt sich viel lieber die Sonne auf den Bauch scheinen.
Als er verkauft und in die wilde Jagdmeute des Barons aufgenommen wird, tanzt er mit der schönen Füchsin, statt sie zu jagen.
Nach diesem Desaster verkauft ihn der Baron an die Firma Mix-Max, die Buster ausstopfen soll. Der Mix-Max-Angestellte macht jedoch den Fehler, Buster am Schwanz zu packen:
da verwandelt sich der friedliebende Hund in ein zähnefletschendes Monster, das seine Peiniger buchstäblich auf den Kronleuchter scheucht.
Mit einem "Was zuviel ist, ist zuviel" verläßt Buster die ungastliche Stätte für immer.
Fred arbeitet als Packesel für den Müller, doch die Mehlsäcke sind ihm mit den Jahren zu schwer geworden.
Auch der Müller ruft die Firma Mix-Max an, um sich Ersatz zu besorgen. Prompt wird ihm das Metallmonster Powertool geliefert: ein Arnold Schwarzenegger auf vier eisernen Beinen,
der keine Müdigkeit kennt und seinen ausrangierten Vorgänger mit einem zynischen Tritt in den Mix-Max-Transporter befördert.
Fred sieht sich schon dem sicheren Tod preisgegeben, doch er hat Freunde in der Not: Ein Geschwader Wespen greift den Lieferwagen im Sturzflug an und sorgt für eine spektakuläre Karambolage.
Fred landet unsanft, aber unversehrt vor Busters Füßen: er ist frei! Die beiden freunden sich an, und als sie entdecken, daß sie beide begeisterte Sänger sind, beschließen sie, in Paris ihr Karriereglück zu versuchen.
Was sie nicht wissen: durch den schleudernden Transporter ist der Wegweiser verdreht worden. Ahnungslos marschieren die beiden nun in Richtung Bremen.
Tante Wanda, die Besitzerin der Katze Gwendolyn, ist gestorben. Bei der Eröffnung des Testaments warten die Erben gierig darauf, Näheres über den Aufenthalt des kostbaren Familienschatzes zu erfahren.
Doch davon steht nichts im Testament, stattdessen wird Gwendolyn ihrer Obhut übergeben. Aufgebracht stellen die Erben das Haus auf den Kopf: ohne Erfolg.
Dann versuchen sie Gwendolyn zu vergiften, doch die ist viel zu schlau für solch ein Komplott. Auch der schnell herbeigeholte Katzenfänger von Mix-Max kann sie nicht dingfest machen.
Gwendolyn schultert ihre Laute und verläßt schweren Herzens ihre Heimat. Ihr trauriges Lied auf der Landstraže begeistert die vorbeikommenden Buster und Fred.
Und so wird auch Gwendolyn in die Band aufgenommen.
Dem eitlen Gockel Tortellini ist sein Hühnerstall-Harem offensichtlich nicht genug. Denn seine eifersüchtigen Gattinnen werfen ihm vor, daß er mit einer liebestollen Wildente fremdgegangen ist. Ohne seinen Protest abzuwarten, setzen die Hühner Tortellini vor die Tür.
Bevor er mit seinem Heldentenor ein paar süßen Perlhühnern am Wegesrand ein Ständchen geben kann, wird er vom Fänger der Mix-Max-Abteilung "Happy Grill" in einen Käfig verfrachtet.
Glücklicherweise fällt Tortellinis Käfig vom Lastwagen und geradewegs vor die Füße der drei Freunde.
Als Tortellini erfährt, daß die drei in Paris Musik machen wollen, setzt er sich mit seinem Organ aufschneiderisch in Szene.
Der Hahn erweist sich jedoch tatsächlich als hervorragender Sänger, und die Band akzeptiert ihn als Mitglied.
Bald darauf verirren sich die vier in einem tiefen Wald. Dort erfahren sie von der Eule Samantha, daß sie sich nicht auf dem Weg nach Paris, sondern vor Bremens Toren befinden.
Samantha warnt sie: auf Bremen lastet ein Fluch. Die Stadt wird von dem tyrannischen Dr. Gier und seinem Mix-Max-Konzern beherrscht. Angeblich hat der Teufel selbst ihm die Macht dazu gegeben.
Lachen und Singen sind in der Stadt streng verboten. Doch die vier Freunde schlagen alle Warnungen in den Wind.
Am nächsten Tag geben sie auf dem Bremer Marktplatz ihr erstes Konzert. Die Passanten starren sie verwundert an.
Offensichtlich haben die Musikanten das Verkehrsschild "Musik verboten" nicht zur Kenntnis genommen.
Sehr schnell erscheinen die Sicherheitskräfte: Mix-Max-Vizepräsident Platini, sein Marketing-Leiter und der Polizeichef Ackermann.
Platini hat das außergewöhnliche Talent der Vier sofort erkannt und bietet ihnen einen Werbevertrag an.
Er und Dr. Gier reiben sich die Hände: mit vier Tieren als Werbeträgern kann ihnen niemand mehr Tierfeindlichkeit vorwerfen.
Der Vertrag wird unterzeichnet, und die Furchtlosen Vier steigen durch ihren Hit in der Mix-Max-Würstchen-Werbung zu Stars auf.
Sehr schnell haben sie die manipulativen Jingles gründlich satt und beschweren sich bei Platini.
Doch jetzt rächt sich, daß sie das Kleingedruckte im Vertrag nicht gelesen haben: die Furchtlosen Vier sind auf ewig an den Mix-Max-Konzern gebunden.
Die Band protestiert auf ihre Weise: bei der nächsten Aufnahme singen die Vier einfach ihren eigenen Text. Dr. Gier will kein Aufsehen, weil der Umsatz explosionsartig steigt
und er selbst sich im Wahlkampf befindet: er will sich zum Präsidenten wählen lassen. Die vier Musikanten landen ohne viel Federlesens im Kerker.
Fred wird in einer monströsen "Kitzelmaschine" gefoltert, um die Vier gefügig zu machen.
Die vier Freunde hocken mutlos in ihrer Zelle, als der genervte Tortellini Buster eher zufällig am Schwanz zieht.
Auf dieses Signal hin dreht Buster wie üblich durch und zertrümmert in seiner Raserei die Gitterstäbe der Zelle.
Der Weg ist wieder frei. Auf der Flucht entdecken die Furchtlosen Vier ein unterirdisches Gefängnis, in dem Dr. Gier zahllose Tiere eingekerkert hat.
Der einzige Fluchtweg der Vier führt mitten durch Dr. Giers bizarre vollautomatische Würstchenmaschine, in der glücklicherweise die Schlachtmesser noch nicht installiert sind.
Tortellini wird von den anderen getrennt und landet auf einem elektrisch geladenen Zaun, auf dem er reichlich Federn lassen muß.
Die Freunde müssen mitansehen, wie die Tiere zum Schlachthof transportiert werden. In höchster Not entschließen sie sich, den Stier bei den Hörnern zu packen und sich zurück in die Höhle des Löwen zu wagen:
Sie geben vor, ihren Vertrag erfüllen zu wollen und erklären sich bereit, auf Dr. Giers Wahlparty live aufzutreten.
Doch statt des Mix-Max-Songs singen sie ihre ganz persönliche, kämpferische Freiheitshymne.
Das Publikum erwacht wie aus Trance und wendet sich gegen Dr. Gier, der Hals über Kopf fliehen muß.
Die Furchtlosen Vier lassen ihn und seine Helfershelfer jedoch nicht entkommen: so wird die Höhle des Löwen zur Löwengrube.
Die gefangenen Tiere können gerade noch rechtzeitig befreit werden.
Und wenn sie nicht gestorben sind, singen und feiern sie noch heute.